Heute noch Nageldesignerin werden

Der Beruf als Nageldesigner ist sehr vielfältig und kreativ. Du arbeitest täglich mit vielen verschiedenen Kunden und verschönerst ihre Nägel nach Wunsch. Obwohl du täglich den gleichen Ablauf hast, sind alle Nägel individuell und anders. Bereits eine andere Nagelform kann die gleiche Farbe unterschiedlich aussehen lassen. Das macht die Tätigkeit auch so besonders und das Verzieren mit Glitzer, Strasssteinchen oder anderer Nailart mach umso mehr Spass. Leider kann man in diesem Beruf in der Schweiz (noch) keine Lehre absolvieren und erhält daher auch keinen eidgenössischen Fähigkeitsausweis. Was bedeutet das?

Um einen Beruf zu erlernen, absolviert man nach der obligatorischen Schule eine 2 – 4 jährige Ausbildung. Danach schliesst man meistens mit einem Fähigkeitszeugnis ab. Diese Möglichkeit besteht in diesem Beruf leider nicht. Nageldesignerin werden funktioniert also nur, wenn du private Ausbildungen absolvierst. Diese musst du entsprechend auch selber bezahlen. Die Tätigkeit wird aber mittlerweile als Beruf anerkannt, sowohl als angestellter wie auch selbstständiger Nageldesigner. Trotzdem kannst du heute noch eine Nageldesignerin werden. Wie das funktioniert und was du alles beachten musst, erkläre ich dir jetzt.

Nageldesignerin werden mit der richtigen Ausbildung

Um die Technik und Abläufe zu perfektionieren oder zu lernen, empfehle ich dir, eine Nagelschulung zu besuchen. Ob du diese als Tageskurs oder in einer mehrtägigen Ausbildung absolvierst, ist ganz dir überlassen. Wichtig sind bei deiner Wahl der Ausbildung die Qualität und der Inhalt der Schulung. Ein guter Nagelstylist hat nie ausgelernt und wird selbst regelmäßig an Weiterbildungen teilnehmen.

Es gibt viele Nageldesign Schulungen. Doch nicht alle sind auch ihr Geld wert. Wenn du dich mit dem Thema Nageldesignerin werden auseinandersetzt, achte darauf, dass die Ausbildung mindestens ein Zertifikat als Abschluss bietet. Es ist immer von Vorteil, wenn du in deiner Laufbahn als Nageldesignerin nachweisen kannst, welche Aus- und Weiterbildungen du absolviert hast. Auch solltest du dich nach Schulungsmaterial erkundigen. So gehört es auf jeden Fall dazu, dass du ein umfangreiches Dossier erhältst. Dieses kannst du anschliessend nach Hause nehmen und jederzeit alles wichtige Nachlesen. Einige Schulungsleiter unterrichten mit dem Buch “Die grosse Nageldesign Schule”. Dieses bieten wir übrigens auch in unserem Onlineshop an, solltest du bereites erste “Nageldesign-Luft” schnuppern wollen.

NICE TO KNOW:

Möchtest du dein eigenes Nagelstudio eröffnen? Wir haben in einem anderen Beitrag 8 nützliche Tipps für dich zusammengefasst.

Nageldesignerin werden trotz großer Konkurrenz

Wie du siehst, kann sich jeder «Nageldesigner» nennen, ohne überhaupt Vorkenntnisse oder Erfahrung mitzubringen. Der Markt ist beinahe überfüllt, denn nahezu gefühlt an jeder Ecke begegnet man einem Nagelstudio. Allerdings ist die Nachfrage nach Nagelstudios enorm groß. Sehr viele Frauen lassen sich regelmäßig ihre Nägel von Nailstylisten verschönern. Früher galt der Gang ins Nagelstudio als etwas Spezielles, eine wohltuende Behandlung, eben halt als Teil eines Verwöhnprogramms. Heute ist es selbstverständlich, dass man sich die Nägel in einem Nagelstudio machen lässt.

Sich die Nägel machen lassen ist ein schnelllebiger Markt. Viele Kunden machen sich jahrelang die Nägel und machen plötzlich eine Pause. In der Zwischenzeit entscheidet sich jemand anders, sich das erste Mal im Nagelstudio die Nägel zu verschönern. So geht das immer weiter und die Kunden kommen und gehen. Das ist auch der Grund, weshalb der Markt auch so viele Nagelstudios verträgt. Zudem entscheidet auch die Qualität und Professionalität über den Erfolg eines Studios. Die große Konkurrenz sollte dich aber nicht davon abhalten, Nageldesignerin zu werden.

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Nageldesignerin werden ohne Ausbildung?

Einfach mal beginnen und an den Kunden ausprobieren? Davon rate ich dir dringend ab. Dieser Beruf ist äusserst umfangreich und bei falschem und mangelhaftem Wissen kannst du viel am Naturnagel kaputt machen. Zudem kannst du dich mit einer guten und umfangreichen Ausbildung von anderen Nagelstylisten abheben. Das erlernte Know How kannst du in deinem Studio regelmässig üben und wirst immer besser und schneller. Nur weil der Beruf keine “offizielle” Ausbildung erfordert, solltest du trotzdem den Schwerpunkt darauf legen. Kunden, welche sich von dir die Nägel verschönern wollen, geben dir das vollste Vertrauen. Sie erwarten eine saubere Arbeit von dir.

Es ist in der Tat richtig, dass du in der Schweiz, Deutschland und Österreich von heute auf morgen als Nageldesignerin starten und sofort ein Nagelstudio eröffnen kannst. Ohne Ausbildung. Ohne Wissen. Ohne irgendwelche Erfahrung. Das mag vielleicht etwas verlockend sein, aber eine solche Aktion kann auch zum Scheitern verurteilt sein. Du musst dich trotzdem an viele Unternehmensregeln halten, die jederzeit kontrolliert werden können. Dazu gehört zum Beispiel die entsprechende Hygiene im Studio oder das korrekte führen einer Buchhaltung.

Überlegt und durchdacht Nageldesignerin werden

Als Nageldesigner musst du ein Auge für Details haben. Du arbeitest sehr filigran und exakt, um den Wünschen deiner Kunden gerecht zu werden. Zudem benötigst du viel Kreativität, denn du wirst nicht den ganzen Tag nur Nägel lackieren … Als Person solltest du kommunikativ und freundlich sein, gut zuhören und auf Kunden eingehen können. So viel zu deinen persönlichen Eigenschaften.

Auf der anderen Seite solltest du ein Unternehmen (dein Nagelstudio) führen können. Professionalität ist das A und O und wird von den Kunden sehr hoch bewertet. Nach deiner umfangreichen Ausbildung solltest du daher in der Lage sein, diese Anforderungen erfüllen zu können.

Nageldesignerin werden ist also nicht an eine langjährige Ausbildung gebunden. Es kommt ganz auf dich darauf an, was du daraus machst.

Nageldesignerin werden